Säule 1: Theater und Inklusion

Ziel des Projektes ist es, eine inklusive Theaterpädagogik anzuregen, die es Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung ermöglicht, an den Darstellenden Künsten teilzuhaben. Hierzu wird ‚raum17‘ in Dortmund inklusiv geöffnet und weiterentwickelt, um semiprofessionelles künstlerisches Arbeiten zu ermöglichen.

Um diese anspruchsvolle Aufgabe zu unterstützen und mit Inhalt zu füllen, möchten wir Austausch und Qualifizierung ermöglichen.

Netzwerktreffen

Wir möchten Theaterschaffende zusammenbringen, die mit Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung zusammenarbeiten oder dies anstreben sowie bereits bestehende Gruppen oder Akteur*innen mit kognitiver Beeinträchtigung, um Bedarfe und Interessen zu ermitteln.

Dabei wird folgende Frage im Mittelpunkt stehen:

Wie können Barrieren für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung abgebaut werden, um eine Teilhabe an den Darstellenden Künsten zu ermöglichen? Und was braucht es konkret für eine gelingende partizipative Umsetzung und Ausgestaltung in der Zusammenarbeit von Fachkräften und den Akteur*innen mit kognitiver Beeinträchtigung?

Termin

19. Juli 2022 von 17.00-18.30 Uhr in raum17 in Dortmund.

Fachtagung

Die Fachtagung möchte Theaterschaffende zusammenbringen, die mit Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung zusammenarbeiten oder dies anstreben, und fachliche Impulse und Austausch ermöglichen. Dabei werden folgende Fragen im Mittelpunkt stehen:

  • Wie können Barrieren für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung abgebaut werden, um eine Teilhabe an den Darstellenden Künsten zu ermöglichen?
  • Was braucht es konkret für eine gelingende partizipative Umsetzung und Ausgestaltung in der Zusammenarbeit von Fachkräften und den Akteur*innen mit kognitiver Beeinträchtigung?

Im Fokus steht ein künstlerischer Impuls durch die Theaterwerkstatt Bethel, die mit dem systemischen Ansatz der künstlerischen Kommunikationshilfe eine Methode erlebbar machen, die Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung einen künstlerisch-ästhetischen Zugang ermöglicht.

Über die Theaterwerkstatt Bethel: Die Theaterwerkstatt Bethel, in einer alten Klempnerei im zentrumsnahen Stadtteil Gadderbaum in Bielefeld gelegen, gibt seit 1983 vielen Menschen Raum und fachliche Unterstützung für ihre eigene künstlerische und kulturelle Praxis. Bei der Gestaltung von Gruppenprozessen und künstlerischen Produktionen bilden die eigenen Anliegen der Mitwirkenden und Teilnehmenden, die sie aus ihren unterschiedlichsten Lebenshintergründen mitbringen, die Grundlage. Mit der Erarbeitung von (teil-)öffentlichen Aufführungen in Kooperation mit Einrichtungen und Initiativen aus verschiedensten Lebensfeldern bildet die Theaterwerkstatt Bethel eine Schnittstelle für inklusive, diverse und offene Kultur im regionalen und überregionalen Gemeinwesen.

Antonia von Reden und Nicole Zielke skizzieren künstlerisch-ästhetische, sozialpädagogische und sozio-kulturelle Strategien in der Arbeit mit heterogen zusammengesetzten Gruppen. Gemeinsam tauchen wir praxisorientiert in die Erfahrungen der alltäglichen Arbeit, die Freude am Spielen und die Vermittlungspraxis ein.
Antonia von Reden arbeitet als studierte Designerin im Tourismus und wirkt zudem bei „be able e.V.“ aus Berlin, einem Kreativkollektiv für Inklusion durch Design und Gestaltung von Allen, mit. Seit Ihrem Schädelhirntrauma als Folge eines Unfalls engagiert sie sich für Inklusion und Diversität, u.a. als Inklusionsberaterin. In der Theaterwerkstatt Bethel spielt sie seit 2020 mit und ist Beiratsmitglied des Projektes „Kultur.inklusiv in Westfalen-Lippe“.
Nicole Zielke ist Soziologin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Künstlerische Leitung in der Theaterwerkstatt Bethel sowie als freie Dozentin für Qualitative Forschung und Performance an der Universität Bielefeld, der Fachhochschule der Diakonie und der Pflegeschule Nazareth.

Termin

11. Oktober 2022 von 17.00-19.00 Uhr in raum17 in Dortmund.

Fachtagung

Die Fachtagung wird interessierte Menschen, Kunstschaffende und Akteur*innen der Darstellenden Künste mit und ohne kognitive Beeinträchtigung zusammenbringen, um `raum17´ künstlerisch erfahrbar zu machen. Darüber hinaus wird es einen künstlerischen Impuls zum Anschauen geben und Theater-Techniken zum selbst ausprobieren und erfahren.

Termin

9. November 2022 von 16.00-18.00 Uhr in raum17 in Dortmund.

Qualifizierung

Die Qualifizierung wird Theaterschaffende eine Methodik an die Hand geben, inklusiv mit Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung theaterpädagogisch zu arbeiten.

Die Theaterwerkstatt Bethel aus Bielefeld wird mit dem systemischen Ansatz der „Künstlerischen Kommunikationshilfe“ Techniken zeigen und zum selbst ausprobieren mitbringen, die sich auf eine künstlerische Zusammenarbeit zwischen zwei Menschen fokussieren.

Mit der Erarbeitung von (teil-)öffentlichen Aufführungen in Kooperation mit Einrichtungen und Initiativen aus verschiedensten Lebensfeldern bildet die Theaterwerkstatt Bethel eine Schnittstelle für inklusive, diverse und offene Kultur im regionalen und überregionalen Gemeinwesen. Mitja Brinkkötter und Nicole Zielke skizzieren künstlerisch-ästhetische, sozialpädagogische und sozio-kulturelle Strategien in der Arbeit mit heterogen zusammengesetzten Gruppen. Gemeinsam tauchen sie praxisorientiert in die Erfahrungen der alltäglichen Arbeit, die Freude am Spielen und die Vermittlungspraxis ein.

Termin

12. Dezember 2022 von 17.00-19.00 Uhr in raum17  in Dortmund.

`Theater und Inklusion´ in leichter Sprache

Jeder Mensch kann Theater-Spielen.

Wir wollen, dass Menschen mit kognitiver Behinderung mehr Theater-Spielen können.

Dafür wollen wir „raum17“ zu einem inklusiven Ort zum Theaterspielen zu machen. Inklusiv heißt, dass Menschen mit kognitiver Behinderung es leicht haben mitzumachen.

Der Ort von „theatervolk“ heißt „raum17“. Das Netzwerktreffen ist ein Treffen für das Projekt „homebase.theatervolk“. Homebase ist ein englisches Wort und bedeutet: Heimat-Basis. Der Name bedeutet, dass „raum17“ eine Heimat für Menschen mit kognitiver Behinderung werden soll, die gerne Theaterspielen.

Netzwerktreffen
„theatervolk“ möchte Menschen einladen, die Theaterspielen. Das Treffen ist für Menschen mit kognitiver Behinderung.
Das Treffen ist auch für Menschen, die gemeinsam mit Menschen mit Behinderung theaterspielen möchten. Oder anderen Menschen das Theaterspielen beibringen.
Das Treffen heißt Netzwerktreffen. Hier kann man andere Leute treffen und reden.
Wir wollen über Theater-Spielen reden. Über Proben und Theater-Angebote für Menschen mit Behinderung.
Wir wollen Ideen sammeln. Was brauchen Menschen mit Behinderung zum Theater-Spielen? Habt ihr schon Theater gespielt? Was hat gut geklappt? Was hat nicht so gut geklappt?
Wir wollen zusammen über die Ideen sprechen.
Die Ideen können helfen, um „raum17“ zu einem inklusiven Ort zum Theaterspielen zu machen.

Fachtagung
Nach dem Netzwerktreffen wird es in „raum17“ noch ein Treffen geben. Das Treffen heißt „Fachtag“. Bei dem Fachtag soll nicht nur geredet werden. Es soll zeigen, wie Theaterarbeit für Menschen mit kognitiver Behinderung gut klappt.
Der Fachtag findet im Oktober statt.

Qualifizierung
Nach dem Fachtag soll „raum17“ zusammen mit allen weiterentwickelt werden. Dann kann in „raum17“ zukünftig Theater gespielt werden. Es soll auch Weiterbildungen geben, wie Theater für Menschen mit kognitiver Behinderung besser angeleitet werden kann.

Kontakt

Wenn Sie Interesse an dem Netzwerk „Theater und Inklusion“ haben oder weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich gerne an:

Luisa Kalkuhl, Projektleiterin
E-Mail: inklusives-theater@raum-17.de

Förderung

Das Projekt `homebase.theatervolk´ wird im Programm „Profil: Soziokultur – Sonderprogramm NEUSTART KULTUR“ gefördert von:

Rechtsträger

Theatervolk Duisburg e.V.
Schweizer Straße 16
D – 47058 Duisburg

Vorstand:
Barbara Müller, 1. Vorsitzende
Svenja Hartmann, 2. Vorsitzende
Martin Menzel-Bösing, Kassierer

Registergericht: Amtsgericht Duisburg
Registernummer: VR 5837

Steuernummer: 109/5978/0535
Finanzamt Duisburg-Süd