TRIALOG – Interreligiöses Theaterprojekt von März-Dezember 2018

Wir wollen mit unserem Projekt „TRIALOG“ ein Experiment wagen und mit einer interreligiösen Gruppe aus 20 erwachsenen Teilnehmer*innen christlichen, muslimischen und jüdischen Glaubens von September 2018 bis Dezember 2018 deren Erfahrungen mit und Sichtweisen auf interreligiöses Leben in Deutschland theatral erarbeiten.

Ausgehend von biographischen Erfahrungen aus dem Leben der Teilnehmenden, das ergänzt wird durch Rechercheergebnisse (urbane Recherchen, Studien im öffentlichen Raum, Interviews etc.), entsteht eine Materialsammlung, aus der über Improvisationen Szenen entwickelt und fixiert werden, die dann zu einem Stück oder einer szenischen Collage verdichtet werden.

Im Rahmen eines Probenprozesses werden folgende Fragen als Ausgangspunkt dienen:

  • Wie ergeht es mir als Angehörige*r einer Mehrheits- oder Minderheitsreligion in Deutschland?
  • Welche Reaktionen von anderen Menschen bekomme ich auf meine Religiosität?
  • Wie frei kann ich meinen Glauben in Deutschland leben?
  • Wie ist meine Sicht auf andere Religionen? Was ist das Verbindende? Was das Trennende?

Der partizipative Ansatz des Projekts erlaubt zum jetzigen Zeitpunkt aber noch keine thematische Engführung. Die genaue Themensetzung ist von der Arbeit in der Gruppe abhängig.

Unser Ziel ist ein ästhetisierter, ehrlicher und offener Blick auf die drei großen Religionen und deren Verortung in Deutschland. Dabei soll Gemeinsamkeiten und Unterschieden genauso Raum gegeben werden, wie Vorurteilen, Erfahrungen und Wünschen der Teilnehmenden mit Blick auf die Zukunft.

Um die Erfahrungen in der Produktion in die Öffentlichkeit zu tragen, zeigen wir die Ergebnisse der Arbeit in zwei öffentlichen Aufführungen im Dezember 2018, um dann auch mit den Zuschauer*innen in den Diskurs zu treten.

Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert. So entsteht ein wissenschaftlicher Erkenntnis- und Erfahrungsbericht über das Projekt, insbesondere über die angewendeten Methoden des biographischen Theaters und deren Wirksamkeit für die Zielgruppe.

Wir halten Duisburg mit seiner großen muslimischen Gemeinschaft und dem vitalen jüdischen Leben für den idealen Ort, dieses Projekt durchzuführen.

Wir freuen uns sehr, Ihnen in den kommenden Monaten mehr zu unserem Projekt zu berichten und sind auf Ihre Reaktionen gespannt.

Förderung und Finanzierung

Das Projekt „TRIALOG“ wird gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Kontakt

Wenn Sie Kontakt zu unserem Projekt aufnehmen möchten, erreichen Sie unsere Projektleiterin Riccarda Tomberg so:

theatervolk – Institut für Theaterpädagogik
Projekt TRIALOG
Riccarda Tomberg
Schweizer Straße 16
D – 47058 Duisburg
Tel.: 0203-34837111
Fax: 0203-37858094
E-Mail: trialog@theatervolk.de